32. Falkenauer Bundestreffen

Samstag 22.September, Sonntag, 23.September 2018 in Schwandorf

Auch diesmal verkehrt während des Treffens am Sonntag wieder ein Pendelbus zwischen Bahnhof, dem Marktplatz und der Oberpfalzhalle.

Für Gäste die bereits am Samstag anreisen, wir treffen uns diesmal am Samstag Abend in der Gaststätte in der Oberpfalzhalle.

Die Heimatstube ist am Sonntag von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr und von 15:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet.

Samstag, 22.09.2018

16:00 Uhr Hauptversammlung

Oberpfalzhalle Konrad-Max-Kunz Saal

Sonntag, 23.09.2018

09:00 Uhr Totenehrung und Kranzniederlegung am „Wastl“.

Wendelinanlage Ansprachen: Vertreter der Stadt, der Kirchen und

beim „Wastl“ des Heimatverbandes der Falkenauer

09:30 Uhr Beginn des Treffens

Oberpfalzhalle

11:00 bis ca. 14:00 Uhr Musikalischer Frühschoppen mit der „Blasmusik“ Bubach

Gottesdienste:

08:15 Uhr und 10:30 Uhr Möglichkeit zur Teilnahme an der katholischen Messfeier

in der Pfarrkirche St. Jakob, Marktplatz

09:30 Uhr Möglichkeit zur Teilnahme am evangelischen

Sonntagsgottesdienst in der Erlöserkirche.

Bahnhofstrasse 1

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Bericht von Oberregierungsrat Vogl, 1962

Bericht Oberregierungsrat A. Vogl, 1962

Angefügt sind handschriftliche Anmerkungen von Rudolf Götzl

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13. Prösau-Oberreichenauer Treffen am 18. und 19. August 2018

Samstag 18. August:

14:00 Uhr                     Treffen beim Kriegerdenkmal in  Prösau mit Totenehrung.

Anschließend treffen wir uns im „Zartner“ Wirtshaus in Kirchenbirk.

Gäste aus dem Bezirk Falkenau und den Kaiserwalddörfern, heissen

wir herzlich Willkommen!

Die „Harbauer Boum“ haben auch diesesmal ihr Kommen zugesagt.

Sie garantieren mit ihren Egerländer Liedern wieder für stimmungs-

volle Unterhaltung.

 

Sonntag 19. August:    

11:00 Uhr                    Treffen zum Gottesdienst in Maria Kulm.

 

Kontakt:

Bruno Püchner

Tel.:  08165 3947

e-mail:     Bpuechner@t-online.de

Gerhard Hampl

Tel.:          09131 501115

e-mail:     geha@t-online.de

 

Wir freuen uns wie immer auf Euer zahlreiches Kommen.

Die Veranstalter.

 

 

 

 

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Die Falkenauer Oberschule

Die Oberschule in Falkenau

 

 

Im Januar 1939 wurde in Falkenau eine Oberschule für Jungen, die auch von Mädchen besucht werden konnte, errichtet.

Die Schule wurde von der Bevölkerung gut angenommen. Es gab so viele Anmeldungen, daß für die ersten beiden Klassen (Sexta und Quinta) Parallel klassen eingerichtet werden mußten.

Da noch kein geeignetes Gebäude zur Verfügung stand, wurden die vier Klassen der neuen Oberschule zunächst in der Schönwerther Schule untergebracht.

Der Lehrkörper war nicht groß. Er bestand Anfangs nur aus fünf Lehrkräften (Direktor Klein, Dr. Pittermann, Dr. Miklos, Lamatasch und Luise Siegel, geborene Lein).

Da die Oberschule noch im Aufbau war, kam jedes Jahr eine neue Klasse, zum Teil mit Parallklassen, hinzu. Im zweiten Schuljahr übersiedelte sie in die ehemalige tschechische Schule. Hier gab es genügend Räumlichkeiten. Auch ein kleiner Turnsaal stand jetzt zur Verfügung.

Mit der Zunahme der Klassenzahl vergrößerte sich auch der Lehrkörper. Er bestand aus einer guten Mischung von älteren, erfahrenen und jungen, strebsamen Lehrkräften. Zwei Fremdsprachen, Latein und Englisch, wurden unter anderem unterrichtet.

Die Schule bestand bis zum Frühjahr 1945. Dann wurde der Unterricht eingestellt und in dem Schulgebäude ein Lazarett eingerichtet.

 

Oberschule

 

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Eine besinnliche Vorweihnachtszeit!!

Ebenso auch ein hektifreies Weihnachtsfest und für alle Familen, all unseren Freunden und Bekannten des Heimatverbandes der Falkenauer,  ein glückliches und gesundes Neues Jahr , wünscht Euch allen aus Regensburg, Euer Walter Löffler!!!!!

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Ein persönliches Portrait über den Bergbau-Ingenieur Anton Stiefl!

Ein kleines Portrait des Ing. Anton Stiefl, Bergbaufachmann und Chronist des Reviers.
Verfasser: Pavel Beran
Zu den hervorragendsten Bergbaufachleuten deutscher Nationalität, wie Ing. Adolf Horner (1891-1979)
Schauer (geb. 1893) und anderen, welche nach 1945 im Falkenauer Revier tätig waren, zählt auch Ing.
Anton Stiefl.
Das Licht der Welt erblickte er am 10. März 1904 in Münchhof Nr. 2 (Krs. Elbogen) als sohn eines Bauern.
Er wuchs in einer Gegend, die durch Kohlebergbau gekennzeichnet war, auf. Nach Beendigung der
Volksschule, hatte er in den Jahren 1915 – 1923 das Realgymnasium in Karlsbad besucht, danach die
Deutsche Technik in Prag und in den Jahren 1925 – 1929 absolvierte er die Hochschule für Bergbau in
-Pribram. Oerjunqe Bergbauingenieur, der neben seiner Muttersprache auch noch die tschechische und
englische Sprache beherrschte, fand zuerst im Januar 1930 bei der Duchcovsko-podrnokelske drahy’fin
Karlsbad eine Tätigkeit, aber gleich darauf im März bot sich eine günstigere Gelegenheit bei Eier Firma
Britannia bei den nordböhmischen Kohlebergbau in Sobedruhy und Probost, wo er als Ingenieur und
Betriebsleiter tätig war.
Nach der Errichtung des Protektorats, führte er ab 1942 in dieser Funktion den Bergbauschacht in Modlan,
Bezirk Aussig, wo er nach späterem Gutachten immer anständig und korrekt zu der Belegschaft war und
die tschecfiiscfien Arbeiter gegen die Willkür der Nazts verteidigte. Damals hat er rlte aus-elberschlesien
stammende Frau Emma (Vor- oder Zuname???) geheiratet und gemeinsam Tochter Angelika großgezogen.
Im Jahre 1942 wurde er Betriebsleiter der kleinen Grube Anton-Eleonora in Zettlitz bei Karlsbad.
(Anmerkung der Tochter: die überstandene Krankheit hat ihn gezwungen kürzer zu treten). Danach, im
Jahre 1944 – 1945 war er wieder in Modlan als Ingenieur bei der Planung.
Er erkrankte noch einmal schwer, musste sich längere Zeit erholen und erst am 15.10.1946 fing er in der
Grube Marie in Königswerth als Bergbauvermessungsingenieur an. Bald wurde er in der gleichen Funktion
auf die Grube Anton in Unterreichenau versetzt und ab 1947 bei der Direktion der HDBS (Direktion für
Gruben) als Beamter für Zukunftsplanung tätig. Als Grubenspezialist durfte er im Revier bleiben und wurde
so nicht in die Abschiebung eingereiht. Er erwarb in Unterreichenau im Jauar 1950 eine Wohnung, später
auch die tschechische Staatsbürgerschaft. Auf Grund seiner guten Arbeit hat ihn die Direktion der Gruben
endlich 1952 in die Funktion des Bergbauingenieurs wieder eingestuft und nutzte seine Erfahrung als
Betriebsleiter bei der Neueröffnung der Grube Littmitz (Lipnice??)(oder heisst die Grube so??)
Am 1.1.1953 wird er Mitarbeiter der Bergbauprojektion in Teplitz mit Standort Falkenau und wirkt mit bei der
Umstellung der Kohlegewinnung vom Tief- auf Tagebau. Im Dezember 1956 kommt er zurück in den
Betrieb Silvester, wo er als Bergbauvermessungsingenieur arbeitet. Mit Rücksicht auf seinen
Gesundheitszustand wird ihm ein Jahr später eine 6 Stunden Arbeitszeit bewilligt. Im Juni 1959 geht er in
den Ruhestand und bezieht als langjähriger Arbeiter die nicht kleine Rente vonm 1.733.- Kcs.
In der zweiten Hälfte der 50er Jahre, wo Ing. Stiefl mehr Zeit zur Verfügung hatte, begann er sich intensiv
für die Historie seines Betriebes zu interessieren und beendete im September 1958 die Abhandlung
„Großtagebau Freundschaft (pra’telstvi) und seine Bergbauvergangenheit“ (35 Seiten), wofür er von der
Betriebsleitung 1000.- Kcs ausgezahlt bekam. Im Jahre 1959 publizierte er diesen Text in der
Betriebszeitschrift „DruZ:ba“. Schon nach dem Eintritt in die Rente hat er im Juni 1960 die Schrift „Theussau
in der historischen Entwicklung vergangener Zeiten (66 Seiten), in der er das Schicksal der Umgebung in
breiten Zusammenhängen schildert, beendet.
Als im gleichen Jahr die Zentralgewerkschaften die Betriebsleitungen und Gewerkschaften der Betriebe
aufgerufen haben, die Geschichte der Betriebe auszuarbeiten, verhandelten 1961 die Vertreter der HDBS
über den Kauf und Publikation der beiden Arbeiten. Sie erbaten eine lektorisehe Beurteilung von Ing. V.
Mracno und Dr. A. Groß. Beide haben hauptsächlich die erste Arbeit, die zweite etwas verlegen,
hauptsächlich wegen ihrer wenig auslegenden Linie, beurteilt. (**) Die Angelegenheit wurde nicht beendet
und so wurden die beiden Arbeiten am 4.12.1961 in die Bibliothek des Betreibsarchivs gegeben.
Nach der Milderung der Situation im Jhre 1966 ist lng. Anton Stiefl mit seiner Familie in die Bundesrepublik
ausgesiedelt, wo er in Nürnberg ein neues Tätigkeitsfeld vorfand. Das historische Interesse am Falkenauer
Revier hat ihn aber weiterhin beschäftigt, und ermutigt durch die neuen Bedingungen, nach vorhergehenden
und vorbereitenden Arbeiten und Studium mit Unterstützung der Freunde wie Dr. Sturm, Dr. Richter und Dr.
Hanke, hat er am 1.9.1970 die „Geschichte des Falkenauer Reviers“ (Die Entwicklung des Kohlebergbaus
im Baraunkohlerevier Falkenau – Elbogen – Karlsbad, Titel des Buches, 151 Seiten) beendet. In der
Einführung behandelt er die Geologie, den Anfang und die Entwicklung des Bergbaues samt der Technik bis
in das Jahr 1968 und gibt eine Vorschau bis 1980. Es handelt sich hier um ein qualitativ sachlich
verarbeitetes Werk, das bis zum heutigen Tag in der tschechischen Fachliteratur kein Gegenstück
hat. Die Arbeit wurde 1973 im Lerche Verlag München vom Collegium Carolinum herausgegeben.
Somit hat in einer freien Umgebung die Vollendung der Arbeit des lng. A. Stiefl stattgefunden. Das erfüllte
Leben des 76-jährigen endet am 4.August 1980 in Lauf bei Nürnberg.
(Der vom Direktor des Bezirksmuseums in Falkenau verfasste Artikel wurde in der Falkenauer
Tageszeitung „Sokolovsky tydenik“ 1994 veröffentlicht. Übersetzung Frau A. Bergmann)

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Aufruf zum Erhalt des Falkenauer Heimatbriefes

Unter folgendem Link finden Sie den Aufruf zur Rettung des Falkenauer Heimatbriefs.

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Lanzer Treffen 2012

Bilder zum Treffen in Lanz bei Falkenau!

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Die Oberschule in Falkenau

Die Oberschule in Falkenau

Im Januar 1939 wurde in Falkenau eine Oberschule für Jungen, die auch von Mädchen besucht werden konnte, errichtet.

Die Schule wurde von der Bevölkerung gut angenommen. Es gab so viele Anmeldungen, daß für die ersten beiden Klassen (Sexta und Quinta) Parallel klassen eingerichtet werden mußten.

Da noch kein geeignetes Gebäude zur Verfügung stand, wurden die vier Klassen der neuen Oberschule zunächst in der Schönwerther Schule untergebracht.

Der Lehrkörper war nicht groß. Er bestand Anfangs nur aus fünf Lehrkräften (Direktor Klein, Dr. Pittermann, Dr. Miklos, Lamatasch und Luise Siegel, geborene Lein).

Da die Oberschule noch im Aufbau war, kam jedes Jahr eine neue Klasse, zum Teil mit Parallklassen, hinzu. Im zweiten Schuljahr übersiedelte sie in die ehemalige tschechische Schule. Hier gab es genügend Räumlichkeiten. Auch ein kleiner Turnsaal stand jetzt zur Verfügung.

Mit der Zunahme der Klassenzahl vergrößerte sich auch der Lehrkörper. Er bestand aus einer guten Mischung von älteren, erfahrenen und jungen, strebsamen Lehrkräften. Zwei Fremdsprachen, Latein und Englisch, wurden unter anderem unterrichtet.

Die Schule bestand bis zum Frühjahr 1945. Dann wurde der Unterricht eingestellt und in dem Schulgebäude ein Lazarett eingerichtet.

 

 

 

 

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Bergbau nach 1945

DER KOHLENBERGBAU NACH 1945 im Falkenauer Revier!

 

Der Beginn der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wird auch für den Falkenauer Raum durch die umwälzenden Veränderungen als Folgen des verlorenen Zweiten Weltkrieges markiert. Am 8. Mai 1945 erfolgte die bedingungs- ose Kapitulation der Deutschen Wehrmacht. In Falkenau selbst waren die Amerikaner einmarschiert, bei Huthäuser, nördlich der Stadt, hatten die Russen einen Schlagbaum errichtet, und die Tschechen übernahmen nun die Macht. Für die Falkenauer begann die Vertreibung aus ihrer Heimat.

Auch im Kohlenbergbau brachte die neue politische Situation große Veränderungen: Durch die Verstaatlichung kam es zu einem Zusammenschluß des zersplitterten Grubenbesitzes und zur Bildung eines einheitlich geleiteten Reviers. Für die verstaatlichten Bergbaugesellschaften bestellte man Nationalverwalter. Bis Mitte 1946 wurden alle Betriebe zu den »Falkenauer Braunkohlenwerken« (FHD) zusammengeschlossen. Anfangs wurde der Bergbau in der bisherigen Weise weiterbetrieben.

Die Jahresförderung im Revier hatte 1943 mit 5606000 Tonnen ihren höchsten Stand erreicht und war 1945 auf 3340000 Tonnen abgefallen. Noch herrschte im Revier der Tiefbau vor: 1946 gab es noch 25 Tiefbaugruben, außerdem acht kleinere und mittlere Tagebaue. 54 Prozent der Förderung stammt aus den Tiefbaugruben, 46 Prozent aus den Tagebauen. Bei der Aussiedlung der Deutschen wurden Bergleute in besonderem Maße zurückbehalten, vor allem Grubenarbeiter, Steiger, Markscheider etc.; nur wenige verblieben in gehobenen Stellungen. Aus dem Landesinneren und als Reemigranten strömten neue Arbeitskräfte ins Revier. Zusammen mit den zurückbehaltenen deutschen Arbeitern stieg die Förderziffer wieder an: Im Jahre 1946 betrug die Gesamtförderung 4702000 Tonnen und 1947 dann 5068000 Tonnen.

Der Bergbau konzentrierte sich jetzt auf die Ausbeutung der Kohle aus dem jüngsten und obersten Flöz, dem Antoniflöz, in Großtagebauen. Demgegenüber verschwindet der Tiefbau in den folgenden Jahren fast vollkommen. Die geringe Bergbautätigkeit auf Reste der Kohle aus den unteren Flözen wird ebenfalls eingestellt.

Die Kohle aus dem Antoniflöz hat einen hohen Wassergehalt von fast 40 Prozent und zwingt zu einer Nutzung an Ort und Stelle.

Es entstehen im Revier als neue Organisationsform zwei Braunkohlenkombinate:

Das »1. Kombinat« (Tisovd/Theussau): Es wurde an der Stelle der früheren Ortschaft Theussau bei Falkenau errichtet. Das Kombinat umfaßt eine Zentralsortierung mit einer Kapazität von etwa sieben Millionen Tonnen Kohle im Jahr und ein angeschlossenes Großkraftwerk von 512 Megawatt Leistung sowie eine Brikettfabrik mit einer Jahresleistung von 550000 Tonnen.

Das 2. Kombinat« (Vresová/Doglasgrün): Dieses Kombinat wurde östlich von Falkenau an der Stelle der früheren Ortschaft Doglasgrün errichtet, es wurde hauptsächlich für Druckvergasung der Kohle und für Briketterzeugung geplant.

Die Grenze zwischen beiden Kombinaten ist die Lanzer Straße von Falkenau nach Norden gegen Lanz.

An das »1. Kombinat Tisova«, westlich von Falkenau, sind die Großtagebaue »Silvester«, „Medardi“ und die Tagebaue „Gustav“ und „Liebig“ angeschlossen. Letztere beide sind unter dem Namen »Nationalunternehmen Dukla« in einer Betriebsdirektion zusammengefaßt.

 

Das »2. Kombinat Vresová« erhält seine Kohle . aus dem Großtagebau »Georg« (Jiri).

Die Großtagebaue haben die Landschaft um Falkenau vollkommen verändert und umgestaltet. Die Ortschaften Haselbach, das alte Haberspirk, Maierhöfen, Buckwa, Dorf Lauterbach und Theussau sind gänzlich verschwunden. Mit der Errichtung des Großtagebaues »Georg« wurden Orte wie Huthäuser, Littmitz, Albernhof und andere beseitigt oder abgetragen, wie zum Beispiel Doglasgrün, zum Teil auch Braunsdorf und Stelzengrün.

Am 25. Februar 1948 übernahm die Kommunistische Partei die Führung des Staates. Auf den Betrieben wurden Arbeitsdirektoren eingesetzt, und planwirtschaftliche Formen nach sowjetischem Muster erlangten bald immer mehr Geltung. Der Bergbau im Falkenauer Raum wurde von „Falknovske hnedouhelné doly“ (FHD) in „Hnedoulhelné doly a briketárny Sokolov“.(HDBS) abgeändert, das heißt »Braunkohlenwerke und Brikettfabriken Falkenau«.

Im Jahre 1953, am Ende des ersten Fünfjahresplanes, war die Gesamtrevierförderung auf 7902856 Tonnen gestiegen. Um eine weitere Steigerung der Kohlenförderung zu erreichen, wurde nach sowjetischem Vorbild eine gesamtstaatliche Organisation, die »Staatsanstalt zur Projektierung und Errichtung von Kohlenwerken«, kurz »Montanprojekt« genannt, gegründet.

Die nachstehende Tabelle nach Stiefl (1973, Seite 136) gibt abschließend eine Übersicht über die Entwicklung der Kohlenförderung im Revier . vom 19. zum 20. Jahrhundert:

 

im        geförderte       Beschäftigte   Tonnen pro

Jahr     Tonnen            im Bergbau     Beschäftigten

 

1819    10445              206                  50

1870    279000            1720                160

1880    635000            2727                230

1890    1509000          4772                316

1937    3351000          4115                815

1955    9724000          8532                1140

1966  17645000         12250              1140

 

Mit der Fördermenge von 17,6 Millionen Tonnen Kohle im Jahre 1966 stand das Falkenauer Revier nach dem Brüxer Revier mit 46,5 Millionen Tonnen und dem Ostrauer Revier mit 21,7 Millionen Tonnen an dritter Stelle der Kohlenförderung der CSSR.

 

 

 

 

Anzahl der Schachtanlagen im Falkenauer Braunkohlenrevier vom 18. bis zum 20. Jahrhundert.

Anzahl der Schachtanlagen im Falkenauer Braunkohlenrevier (nach: Vedecke informace, Seite 7):

 

Falkenau:        Tiefbau-Gruben                                 297

Tagebau-Gruben                                  55

Stollen                                                  11

 

Gesamtzahl der Schachtanlagen       363

 

Die Kohlenförderung im Falkenauer Braunkohlenrevier in den Jahren 1860 bis 1971 (nach: Vedecke informace, Priloha 1., Seite 11):

 

Jahr     Tonnen            Jahr     Tonnen

1860    102625            1920    4440504

1870    278971            1930    3526495

1880    635139            1940    4569831

1890  1508826           1950    5881983

1900  2622559           1960    14228121

1910  3632187           1970    19514812

 

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