{"id":153,"date":"2013-12-09T14:36:08","date_gmt":"2013-12-09T14:36:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.falkenauer-ev.de\/?p=153"},"modified":"2013-12-09T14:36:25","modified_gmt":"2013-12-09T14:36:25","slug":"ein-personliches-portrait-uber-den-bergbau-ingenieur-anton-stiefl","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.falkenauer-ev.de\/?p=153","title":{"rendered":"Ein pers\u00f6nliches Portrait \u00fcber den Bergbau-Ingenieur Anton Stiefl!"},"content":{"rendered":"<p>Ein kleines Portrait des Ing. Anton Stiefl, Bergbaufachmann und Chronist des Reviers.<br \/>\nVerfasser: Pavel Beran<br \/>\nZu den hervorragendsten Bergbaufachleuten deutscher Nationalit\u00e4t, wie Ing. Adolf Horner (1891-1979)<br \/>\nSchauer (geb. 1893) und anderen, welche nach 1945 im Falkenauer Revier t\u00e4tig waren, z\u00e4hlt auch Ing.<br \/>\nAnton Stiefl.<br \/>\nDas Licht der Welt erblickte er am 10. M\u00e4rz 1904 in M\u00fcnchhof Nr. 2 (Krs. Elbogen) als sohn eines Bauern.<br \/>\nEr wuchs in einer Gegend, die durch Kohlebergbau gekennzeichnet war, auf. Nach Beendigung der<br \/>\nVolksschule, hatte er in den Jahren 1915 &#8211; 1923 das Realgymnasium in Karlsbad besucht, danach die<br \/>\nDeutsche Technik in Prag und in den Jahren 1925 &#8211; 1929 absolvierte er die Hochschule f\u00fcr Bergbau in<br \/>\n-Pribram. Oerjunqe Bergbauingenieur, der neben seiner Muttersprache auch noch die tschechische und<br \/>\nenglische Sprache beherrschte, fand zuerst im Januar 1930 bei der Duchcovsko-podrnokelske drahy&#8217;fin<br \/>\nKarlsbad eine T\u00e4tigkeit, aber gleich darauf im M\u00e4rz bot sich eine g\u00fcnstigere Gelegenheit bei Eier Firma<br \/>\nBritannia bei den nordb\u00f6hmischen Kohlebergbau in Sobedruhy und Probost, wo er als Ingenieur und<br \/>\nBetriebsleiter t\u00e4tig war.<br \/>\nNach der Errichtung des Protektorats, f\u00fchrte er ab 1942 in dieser Funktion den Bergbauschacht in Modlan,<br \/>\nBezirk Aussig, wo er nach sp\u00e4terem Gutachten immer anst\u00e4ndig und korrekt zu der Belegschaft war und<br \/>\ndie tschecfiiscfien Arbeiter gegen die Willk\u00fcr der Nazts verteidigte. Damals hat er rlte aus-elberschlesien<br \/>\nstammende Frau Emma (Vor- oder Zuname???) geheiratet und gemeinsam Tochter Angelika gro\u00dfgezogen.<br \/>\nIm Jahre 1942 wurde er Betriebsleiter der kleinen Grube Anton-Eleonora in Zettlitz bei Karlsbad.<br \/>\n(Anmerkung der Tochter: die \u00fcberstandene Krankheit hat ihn gezwungen k\u00fcrzer zu treten). Danach, im<br \/>\nJahre 1944 &#8211; 1945 war er wieder in Modlan als Ingenieur bei der Planung.<br \/>\nEr erkrankte noch einmal schwer, musste sich l\u00e4ngere Zeit erholen und erst am 15.10.1946 fing er in der<br \/>\nGrube Marie in K\u00f6nigswerth als Bergbauvermessungsingenieur an. Bald wurde er in der gleichen Funktion<br \/>\nauf die Grube Anton in Unterreichenau versetzt und ab 1947 bei der Direktion der HDBS (Direktion f\u00fcr<br \/>\nGruben) als Beamter f\u00fcr Zukunftsplanung t\u00e4tig. Als Grubenspezialist durfte er im Revier bleiben und wurde<br \/>\nso nicht in die Abschiebung eingereiht. Er erwarb in Unterreichenau im Jauar 1950 eine Wohnung, sp\u00e4ter<br \/>\nauch die tschechische Staatsb\u00fcrgerschaft. Auf Grund seiner guten Arbeit hat ihn die Direktion der Gruben<br \/>\nendlich 1952 in die Funktion des Bergbauingenieurs wieder eingestuft und nutzte seine Erfahrung als<br \/>\nBetriebsleiter bei der Neuer\u00f6ffnung der Grube Littmitz (Lipnice??)(oder heisst die Grube so??)<br \/>\nAm 1.1.1953 wird er Mitarbeiter der Bergbauprojektion in Teplitz mit Standort Falkenau und wirkt mit bei der<br \/>\nUmstellung der Kohlegewinnung vom Tief- auf Tagebau. Im Dezember 1956 kommt er zur\u00fcck in den<br \/>\nBetrieb Silvester, wo er als Bergbauvermessungsingenieur arbeitet. Mit R\u00fccksicht auf seinen<br \/>\nGesundheitszustand wird ihm ein Jahr sp\u00e4ter eine 6 Stunden Arbeitszeit bewilligt. Im Juni 1959 geht er in<br \/>\nden Ruhestand und bezieht als langj\u00e4hriger Arbeiter die nicht kleine Rente vonm 1.733.- Kcs.<br \/>\nIn der zweiten H\u00e4lfte der 50er Jahre, wo Ing. Stiefl mehr Zeit zur Verf\u00fcgung hatte, begann er sich intensiv<br \/>\nf\u00fcr die Historie seines Betriebes zu interessieren und beendete im September 1958 die Abhandlung<br \/>\n&#8222;Gro\u00dftagebau Freundschaft (pra&#8217;telstvi) und seine Bergbauvergangenheit&#8220; (35 Seiten), wof\u00fcr er von der<br \/>\nBetriebsleitung 1000.- Kcs ausgezahlt bekam. Im Jahre 1959 publizierte er diesen Text in der<br \/>\nBetriebszeitschrift &#8222;DruZ:ba&#8220;. Schon nach dem Eintritt in die Rente hat er im Juni 1960 die Schrift &#8222;Theussau<br \/>\nin der historischen Entwicklung vergangener Zeiten (66 Seiten), in der er das Schicksal der Umgebung in<br \/>\nbreiten Zusammenh\u00e4ngen schildert, beendet.<br \/>\nAls im gleichen Jahr die Zentralgewerkschaften die Betriebsleitungen und Gewerkschaften der Betriebe<br \/>\naufgerufen haben, die Geschichte der Betriebe auszuarbeiten, verhandelten 1961 die Vertreter der HDBS<br \/>\n\u00fcber den Kauf und Publikation der beiden Arbeiten. Sie erbaten eine lektorisehe Beurteilung von Ing. V.<br \/>\nMracno und Dr. A. Gro\u00df. Beide haben haupts\u00e4chlich die erste Arbeit, die zweite etwas verlegen,<br \/>\nhaupts\u00e4chlich wegen ihrer wenig auslegenden Linie, beurteilt. (**) Die Angelegenheit wurde nicht beendet<br \/>\nund so wurden die beiden Arbeiten am 4.12.1961 in die Bibliothek des Betreibsarchivs gegeben.<br \/>\nNach der Milderung der Situation im Jhre 1966 ist lng. Anton Stiefl mit seiner Familie in die Bundesrepublik<br \/>\nausgesiedelt, wo er in N\u00fcrnberg ein neues T\u00e4tigkeitsfeld vorfand. Das historische Interesse am Falkenauer<br \/>\nRevier hat ihn aber weiterhin besch\u00e4ftigt, und ermutigt durch die neuen Bedingungen, nach vorhergehenden<br \/>\nund vorbereitenden Arbeiten und Studium mit Unterst\u00fctzung der Freunde wie Dr. Sturm, Dr. Richter und Dr.<br \/>\nHanke, hat er am 1.9.1970 die &#8222;Geschichte des Falkenauer Reviers&#8220; (Die Entwicklung des Kohlebergbaus<br \/>\nim Baraunkohlerevier Falkenau &#8211; Elbogen &#8211; Karlsbad, Titel des Buches, 151 Seiten) beendet. In der<br \/>\nEinf\u00fchrung behandelt er die Geologie, den Anfang und die Entwicklung des Bergbaues samt der Technik bis<br \/>\nin das Jahr 1968 und gibt eine Vorschau bis 1980. Es handelt sich hier um ein qualitativ sachlich<br \/>\nverarbeitetes Werk, das bis zum heutigen Tag in der tschechischen Fachliteratur kein Gegenst\u00fcck<br \/>\nhat. Die Arbeit wurde 1973 im Lerche Verlag M\u00fcnchen vom Collegium Carolinum herausgegeben.<br \/>\nSomit hat in einer freien Umgebung die Vollendung der Arbeit des lng. A. Stiefl stattgefunden. Das erf\u00fcllte<br \/>\nLeben des 76-j\u00e4hrigen endet am 4.August 1980 in Lauf bei N\u00fcrnberg.<br \/>\n(Der vom Direktor des Bezirksmuseums in Falkenau verfasste Artikel wurde in der Falkenauer<br \/>\nTageszeitung &#8222;Sokolovsky tydenik&#8220; 1994 ver\u00f6ffentlicht. \u00dcbersetzung Frau A. Bergmann)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein kleines Portrait des Ing. Anton Stiefl, Bergbaufachmann und Chronist des Reviers. Verfasser: Pavel Beran Zu den hervorragendsten Bergbaufachleuten deutscher Nationalit\u00e4t, wie Ing. 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